Verse


In den verschiedenen Kulturen gehen die Menschen ganz unterschiedlich mit der Trauer um, doch eines haben die meisten Traditionen gemeinsam - kleine Verse, Trauergedichte und tröstende Sprüche zur Beileidsbekundung oder für Trauerkarten und Trauerbilder. Sie sollen die Hinterbliebenen trösten und ihnen Mitgefühl übermitteln. Große Dichter und Schriftsteller haben sich mit Versen und Gedichten von ihren Lieben verabschiedet und es gibt auch Segenssprüche aus verschiedenen Regionen der Erde, deren Autor schon lange vergessen wurde. Sie alle drücken in ein paar Worten die tief empfundene Trauer aus, die Menschen überall auf dem Globus empfinden, wenn sie jemanden auf seiner letzten Reise begleiten.

Hier ein paar Beispiele für ganz unterschiedliche Trauerverse:

Das Vergessen kam zu ihr, trat leis an ihre Seite,
schaute jeden Tag sie an, blickte dann ins Weite.
Leise nahm es den Moment, niemals ihr die Freude,
ließ sie niemals wieder los, jeder Tag ein Heute.
Leise schwand Erinnerung, erst Tage dann an Jahre,
nahm sie von uns allzu still - ihr Andenken bewahre!

(Christoph Blank)

 

Es sind die Lebenden,
die den Toten die Augen schließen.
Es sind die Toten,
die den Lebenden die Augen öffnen.
(Sprichwort aus Slawien
)

 

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt,
geht nicht verloren.

(Albert Schweizer)

 

Lasst mich ziehen, haltet mich nicht; Gott hat meine Reise bisher gnädig gesegnet, ich kann nun getrost zu ihm zurückkehren.
(1 Moses – Genesis 24,56)