Särge


Der Sarg ist seit etwa 9.000 Jahren als Bestattungsbehältnis bekannt. Vom Vorderen Orient aus verbreitete sich die Tradition in alle Welt. In Österreich gab es 1785 sogar einen Sparsarg, doch der Reformkaiser Joseph II musste nach lauten Protesten der Bevölkerung seine Idee des wiederverwendbaren Sarges zurücknehmen. Während früher neben Holz auch Stein, Bronze und Keramik für den Sargbau genutzt wurden, werden heute zumeist Hölzer verwendet. Ein Sarg wird nicht nur für die eigentliche Beerdigung benötigt, sondern auch für den Transport und die Aufbahrung.

Vom Kiefernholz über Olivenholz bis zu Mahagoni

Eher schlichte Särge werden meist aus Kiefern- oder Fichtenholz gefertigt. Aber auch Pappel und Lindenholz gehören inzwischen zu den gefragten Materialien. Bambus und Olivenholz werden ebenfalls angeboten, während Nussbaum und Kirsche in den letzen Jahren eher weniger gefragt sind. Dafür entscheiden sich immer mehr Angehörige für Farbtöne wie Champagner oder Bernstein und Honig. Es ist auch möglich, einen Sarg aus Kunstharz herzustellen oder ein Modell aus Pappe zu wählen, doch letzteres wird häufig als pietätlos empfunden und eher für Feuerbestattungen genutzt.

Särge aus biologisch abbaubaren Materialien

Das Umweltbewusstsein ist auch im Tod für viele Menschen sehr wichtig. Särge aus biologisch abbaubaren Materialien wie Zellulose sind hier eine Alternative zu den klassischen Hölzern. Bei der Kremation dieser Särge lassen sich drei Viertel des Klimagases Co2 einsparen. Zudem werden Särge aus Zellulose aus aufgeforstetem Holz gefertigt und damit besonders umweltschonend.

Individuelle Wünsche

Neben den verschiedenen klassischen Formen und Farben für Särge lassen sich auch individuelle Wünsche realisieren. Besondere Griffe, außergewöhnlich Farben oder das Anbringen von Applikationen aus Stein oder Metall sind nur ein paar Beispiele für die Möglichkeiten. Sogar Airbrush-Motive können aufgesprüht werden, wenn der Verstorbene oder seine Angehörigen dies wünschen.