Die Erdbestattung


Die würdige Beisetzung der Toten war den Menschen schon seit dem Beginn ihrer Geschichte wichtig. In allen Kulturen entwickelten sich Rituale und Abschiedszeremonien, die den Hinterbliebenen Trost spenden sollten. Die ältesten Funde zeigen, dass bereits vor 120.000 Jahren die Menschen ihre Verstorbenen bewusst zur letzten Ruhe gebettet haben. In Europa waren Feuerbestattungen in der Frühzeit völlig normal, aber in den nordischen Ländern praktizierte man auch die Erdbestattung. Im Mittelalter gehörte die Erdbestattung im Christentum zur Pflicht jeder gläubigen Familie und auch heute bestatten viele Christen ihre Toten in Holzsärgen auf dem Friedhof.

Das Aufbahren der Toten dient der Abschiednahme

Früher war das Reisen noch sehr beschwerlich und durch das Aufbahren der Toten Zuhause erhielten auch weit entfernte Familienmitglieder die Möglichkeit Abschied zu nehmen. Die Aufbahrung Zuhause ist heute noch immer möglich, wird aber nur noch selten praktiziert, obwohl neuere Studien ergeben haben, dass die Hinterbliebenen einen wichtigen Teil der Trauerarbeit damit bereits abschließen können. Manche Hinterbliebene ziehen es vor, den geliebten Menschen lebendig in Erinnerung zu behalten und dann kann der Sarg natürlich auch geschlossen bleiben.

Verschiedene Formen der Trauerfeier

Neben einer katholischen Trauerfeier mit anschließender Beisetzung gibt es auch noch andere Möglichkeiten im Rahmen einer Erdbestattung. Anstelle eines Priesters ist auch ein freier Redner denkbar, der aus dem Leben des Verstorbenen erzählt, Gedichte vorliest oder gemeinsam mit den Trauergästen singt. Die Lieblingsmusikstücke des Verstorbenen können per CD eingespielt werden und die Gäste können zusammen beten, Kerzen entzünden oder einen ganz persönlichen Weg der Abschiednahme wählen.

Die Beisetzung

Nach der Trauerfeier in der Kirche begleiten die Trauergäste den Sarg auf den Friedhof. Hier erhält jeder noch einmal die Gelegenheit sich zu verabschieden. Häufig wirft man dazu eine Handvoll Erde auf den Sarg oder eine einzelne Blume. Diese Form des Abschieds ist natürlich auch möglich, wenn keine christliche Trauerfeier erfolgt ist. Zusammen mit dem Priester oder dem freien Redner lassen sich die Einzelheiten vorab planen und dabei können auch persönliche Wünsche und Vorstellungen besprochen werden.